zurück zur Projektübersicht

WBM Parkhaus und Pflanzenhaus, Überlingen

Betreuung Realisierungswettbewerb nach RPW und VOF

Durch das räumliche Heranrücken an die historische Innenstadt wird das bestehende Parkhaus auch zunehmend für Besucher der Seepromenade und der Innenstadt Überlingens interessant. Das konzipierte Angebot ermöglicht es, den dezentralen Bestand kleinerer Parkierungsflächen in der historischen Innenstadt abzubauen und im Parkhaus zu bündeln. Dadurch soll eine Verringerung des Parksuchverkehrs und des innerstädtischen motorisierten Individualverkehrs erreicht werden.

Die Überlinger Therme hat einen Bedarf von ca. 400 Stellplätzen im Einzugsbereich. Die städtebauliche Einordnung eines entsprechenden Parkhauses war deshalb Bestandteil der Aufgabe des landschaftsarchitektonischen Wettbewerbs zur Landesgartenschau. Auf der Grundlage des Wettbewerbsergebnisses wurde der Standort für das öffentlich betriebene Parkhaus auf dem Wettbewerbsgrundstück festgelegt.

Im Vordergrund stand die Ausbildung eines multimodalen Mobilitätspunkts. Über das Parkplatzangebot hinaus sollte durch die Bereitstellung alternativer Mobilitätsangebote der Umstieg vom motorisierten Individualverkehr auf Fahrräder, e-Bikes und Pedelecs sowie den ÖPNV erleichtert und gefördert werden. Hierbei spielte auch die Nähe zum Bahnhof Überlingen-Therme eine Rolle.

Die benötigten Flächen für abschließbare Fahrradabstellanlagen sowie für Elektrorad-Ladestationen sollten räumlich-funktional und gestalterisch in das Mobilitätshaus integriert werden, wobei kein signifikanter PKW-Stellplatzverlust entstehen soll. Hierbei spielte sowohl die persönliche Sicherheit als auch die der abgestellten Fahrräder etc. eine wichtige Rolle.

Erwartet wurde eine architektonische Konzeption, die sowohl die Idee multimodaler Mobilität vermittelt als auch in ihrer Gestaltung die Benutzung des Gebäudes fördert.

In der Verantwortung der Überlinger Stadtgärtnerei befinden sich mediterrane und exotische Pflanzen sowie eine Kakteensammlung mit teilweise über 100-jährigen Exemplaren. In der Sommerzeit wird ein Teil der Pflanzen im historischen Stadtgarten ausgestellt, andere verbleiben in einem Glashaus auf dem Gelände der Stadtgärtnerei, in dem auch alle Pflanzen überwintern.

Das aktuell genutzte Pflanzenhaus entspricht weder der erforderlichen Größe, noch den aktuellen technischen Standards. Der Standort ist auf Dauer nicht haltbar.

Durch die exponierte Lage des neuen Standorts am Ortseingang in unmittelbarer Nähe zum Bodensee sowie durch die repräsentative Funktion des Pflanzenhauses als Ausstellungsgebäude wird von den Teilnehmern eine architektonisch hochwertige, für den Ort identitätsstiftende Lösung gefordert. Das Gebäude sollte in seiner technisch-konstruktiven Ausführung den Gedanken eines effizienten Umgangs mit natürlichen Ressourcen signifikant widerspiegeln.

Es wurden ein 1. Preis, zwei 3. Preise, ein 4. Preis sowie drei Anerkennungen vergeben. Die Ergebnisse und Preisträger des Wettbewerbs sind auf competitionline einzusehen.

Verfahrensart
Wettbewerbsmanagement (WBM) für Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 und VOF

Wettbewerbsgegenstand
Planung eines Parkhauses und eines Pflanzenhauses für die Landesgartenschau 2020

BGF
11.000 m2

Größe Wettbewerbsgebiet
5.000 m2

Bearbeitungszeitraum
2014

Teilnehmer
25 Büros

Ausloberin
Stadt Überlingen
Münsterstraße 15-17
88662 Überlingen